Über Uns

Die DIDF-Jugend ist eine, im Jahr 1996 gegründete, bundesweit agierende Migrantenjugendselbstorganisation. Dem Dachverband gehören über 35 Ortsgliederungen in neun Bundesländern und zwei Landesverbände NRW und BaWü an. Obwohl ein Großteil ihrer Mitglieder in zweiter oder dritter Generation aus der Türkei stammt, sieht sich die DIDF-Jugend nicht ausschließlich als Interessensvertretung von aus der Türkei stammenden Jugendlichen. Denn die DIDF-Jugend ist der Überzeugung, dass in wesentlichen Lebensbereichen die Sorgen und Nöte, aber auch Interessen von Jugendlichen mit oder ohne Migrationshintergrund die gleichen sind. Häufig ist nur der Grad der Betroffenheit unterschiedlich. Deshalb setzt sich der Verband für die Interessen aller jungen Menschen ein — unabhängig von ihrer ethnischen, religiösen und kulturellen Herkunft. Zehn bis 20 Prozent der erreichten Jugendlichen haben keinen Migrationshintergrund.

Noch immer hegen viele Migrantenjugendliche eine Zurückhaltung gegenüber etablierten Jugendverbänden. Dies hat mit Rassismuserfahrungen einerseits und mit Einflussnahme nationalistischer Gruppierungen aus ihren Herkunftsländern andererseits zu tun. Etablierte Jugendverbände erreichen diese Jugendlichen nur schwer. Genau an diesem Punkt setzt die Arbeit der DIDF-Jugend an. Dabei spannt sie zum einen eine Brücke zwischen Migrantenjugendlichen und der Mehrheitsgesellschaft, zum anderen ermutigt sie diese Jugendlichen zur gleichberechtigten Partizipation an gesellschaftspolitischen Prozessen innerhalb und außerhalb ihrer Verbandsstrukturen. Denn eines ist im Verband klar: Die Jugendlichen müssen sich vor allem da engagieren, wo sie ihre meiste Zeit verbringen. Das heißt in ihren Schulen, Universitäten, Betrieben und Stadtteilen. Ein Engagement, das innerhalb der Verbandsstrukturen verhaftet bleibt, ist unzureichend. Außerdem bezweckt der Verband die Förderung der Jugend- und Integrationsarbeit, sowie der Völkerverständigung und Friedensbewegung. Weitere Schwerpunkte liegen in der Kulturarbeit, der außerschulischen und politischen Bildung.

Die Bandbreite des Angebots der DIDF-Jugend erstreckt sich vom gesellschaftspolitischen Engagement über Stadtteilarbeit und der außerschulischen Bildungsarbeit bis hin zu Kulturveranstaltungen, Sport- und Freizeitaktivitäten, Gruppenfahrten und Zeltlagern. Insgesamt erreicht die DIDF-Jugend damit regelmäßig bundesweit etwa 20000 Jugendliche.

Die DIDF-Jugend bietet sozial benachteiligten Jugendlichen die Möglichkeit an kulturellen und sozialen Aktivitäten teilzunehmen, die für sie ansonsten schwierig zu erreichen sind. Dabei spielen das vielfältige Kursangebot, sowie zahlreiche Musik- und Kulturfestivals eine herausragende Rolle in der Arbeit vieler Ortsgliederungen. Besonders stark nachgefragte Angebote sind Tanz-, Kunst-, Musik, Literatur- und Theaterkurse. Außerdem veranstaltet die DIDF-Jugend im zweijährlichen Rhythmus bundesweite Jugendkulturfestivals, an denen 2000 – 3000 Jugendliche teilnehmen.

Den Höhepunkt der Verbandsarbeit stellen die alljährlichen Jugendbegegnungen dar, an denen 200 – 500 Jugendliche teilnehmen. Diese Begegnungen dienen zum einen dem zwischenverbandlichen Erfahrungsaustausch mit Partnerorganisationen, zum anderen der Zusammenführung von Jugendlichen aus verschiedensten kulturellen und sozialen Verhältnissen. Darüber hinaus veranstaltet die DIDF-Jugend regionale Begegnungen für Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren, mit je ca. 50-60 Teilnehmern. Inzwischen stellt die Arbeit mit dieser Altersgruppe eine tragende Säule der Verbandsarbeit dar.
Häufig findet der Erstkontakt zu Jugendlichen mittels der zahlreichen Sportangebote oder -veranstaltungen statt. Seit 2003 veranstaltet die DIDF-Jugend jährlich in etwa 20 Orten antirassistische Fußballturniere, mit denen inzwischen 3000-4000 junge Menschen erreicht werden.

Die DIDF-Jugend gibt seit 1999 zweimonatlich die Jugendzeitschrift „ Junge Stimme“ heraus.
Sie erscheint in einer Auflage von 3000 Exemplaren. Sowohl Inhalte, als auch Layout werden ausschließlich von Jugendlichen in einzelnen Ortsredaktionen erarbeitet. Die „Junge Stimme“ thematisiert insbesondere jugendspezifische, aber auch darüberhinausgehende gesellschaftspolitische Fragestellungen.
Als gesellschaftspolitische Organisation legt die DIDF-Jugend großen Wert auf außerschulische und politische Bildung junger Menschen. Da Migrantenjugendliche schwer Zugang zu gesellschaftspolitischen und demokratischen Prozessen finden, sieht es die DIDF-Jugend als ihre Aufgabe diesen Jugendlichen Partizipation und Teilhabe zu ermöglichen. Dabei reicht ihr Angebot von einfachen Diskussionsrunden und Museumsbesuchen bis hin zu Seminaren und Wochenendworkshops. Die Beteiligung der Jugendlichen an der Vorbereitung und Durchführung dieses Angebots sowie bei der Setzung der Themenschwerpunkte stehen hierbei im Vordergrund. Der Verband setzt sich vor allem mit Fragestellungen zur Bildungspolitik, Arbeitswelt, Krieg und Frieden, Integration, Nationalismus und Rassismus, Musik- und Freizeit auseinander.

Die Zusammenarbeit mit etablierten Verbänden, Schülerinnenvertretungen, Friedensinitiativen, Professoren oder Gewerkschaften sind für die DIDF-Jugend besonders wichtig. Nach einer Beteiligung an der Kampagne „Wie willst du leben?“ der DGB-Jugend, führte die DIDF – Jugend die Kampagne unter dem Motto „So wollen wir leben!“ weiter. Die Themen der Kampagne waren Leiharbeit, Bildung, Frieden und Antirassismus.

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